In der Mitarbeiterzeitung
der Lufthansa vom 07.03.2003 findet sich ein Portrait meines beruflichen
Werdeganges. In dem Beitrag wird besonders hervorgehoben, dass abgeschlossenes
Studium, Erarbeitung und Publikation des Fachbuches und andere nebenberufliche
Aktivitäten parallel zu meiner Tätigkeit als Flugbegleiterin
erfolgreich auf den Weg gebracht wurden.
Der Kunde ist König (Le
client est roi)
Rita Rizk-Antonious - Flugbegleiterin und
Fachbuchautorin
 |
Faszinierend
- Rita Rizk-Antonious sucht in ihrem Beruf die Verbindung
zwischen Theorie und Praxis.
Foto: Rolf Bewersdorf |
"Fliegen. Bei Lufthansa. Etwas anderes kam für mich
gar nicht in Frage", sagt Rita Rizk-Antonious bestimmt. Schon
als Abiturientin hatte sie ihr Berufsziel Flugbegleiterin fest
im Blick. Damals, 1987, war sie noch zu jung für den Karrierestart
in der Kabine eines Lufthansa Jets. Aber nur abzuwarten, bis sie
das Einstellungsalter erreicht hatte, war nicht ihre Sache. Zwei
Jahre lang studierte sie an der Uni Düsseldorf Literaturübersetzerin,
ehe sie sich ihren Berufswunsch erfüllte.
Herausforderungen suchen und Ziele erreichen - diese Devise beschreibt
seitdem den Lebensweg der heute 35-jährigen. Auch wenn ihr
in ihrem Beruf, der noch heute ihr Traumberuf ist, nie etwas gefehlt
hat, packte sie nach einigen Jahren der Fliegerei wieder die Lust
an einer neuen Herausforderung.
Von der Praxis ihres Berufes wandte sie sich der Theorie des
Studiums der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität
Hagen zu, das sie 1999 als Diplom-Kauffrau abschloss. "Ich
merkte schon bald, dass mein Studium, vor allem mein Schwerpunkt
Marketing, alles andere als eine trockene Materie war und viel
mit meiner Arbeit bei Lufthansa zu tun hatte", erinnert sich
Rita Rizk-Antonious.
Die Aussicht, ihre Erfahrungen in der Berufspraxis mit einem
wissenschaftlich-theoretischen Hintergrund zu verbinden, ließ
sie nach dem Examen nicht los. Nicht zuletzt angeregt durch ihren
Hochschullehrer Professor Rainer Olbrich, nahm sie die nächste
Herausforderung an: ein Buch zu schreiben. Nach mehr als zwei
Jahren Recherche und intensiven Gesprächen mit Experten verschiedener
Branchen erschien im Winter 2002 "Qualitätswahrnehmung
aus Kundensicht" im renommierten Gabler Verlag, der auf ökonomische
Literatur spezialisiert ist.
Als Fachbuch im engeren Sinn sieht die Autorin ihr Buch mit Fallbeispielen
aus fünf Branchen - auch Lufthansa ist dabei - dennoch nicht.
"Mein Buch ist für jeden, der sich für das Thema
Serviceoptimierung interessiert, nicht nur für Experten."
Eine Ansicht, die auch Jürgen Weber in seinem Geleitwort
teilt: "Für den Verbraucher ist das Buch reizvoll, denn
es vermittelt Einblicke in die Qualitätsauffassungen der
Unternehmen. So haben beide Seiten einen Nutzen - Unternehmen
und Kunde. Ein lesenswertes Buch."
Weber hebt hervor, dass in diesem Buch eine Lufthansa Mitarbeiterin,
die sehr kundennah arbeitet, systematisch und methodisch fundiert
der Frage nachgeht, was bei den Kunden die Wahrnehmung von Qualität
beeinflusst. "Ein Buch für die Praxis - mit plastischen
Beispielen und in praxisnaher Sprache."
Der Weg zu diesem Ziel war nicht einfach. "Ein berufsbegleitendes
Studium und ein Buch machen sich nicht mit links", gibt sie
unumwunden zu. "Jeder kleine Erfolg und mein Ziel vor Augen
motivierten mich weiterzumachen." Wenn sie von ihren Erfahrungen
und Erlebnissen mit Kunden berichtet, springt der Funke ihrer
Faszination auch auf den Zuhörer über. Mit Leichtigkeit
bewegt sie sich zwischen Theorie und Praxis, ist offen für
andere Kulturen. Es wirkt natürlich bei dieser Frau, für
die Deutschland Heimat ist, deren Wurzeln aber in der französischen
und ägyptischen Kultur liegen.
"Ich bin von dem Thema Kunde und Qualität angesteckt",
sagt sie lachend. "Das Thema entwickelt sich weiter und hält
auch mein Interesse daran lebendig." Weiter fliegen und ihre
Erfahrungen bei Lufthansa einbringen, möchte sie auch in
Zukunft. Auch wenn sie sich wissenschaftlich mit dem Umgang mit
Kunden beschäftigt hat, braucht sie den Draht zur Praxis.
"Ich bin stolz darauf, bei Lufthansa zu arbeiten und stolz
auf meinen Job."
Frank August
Lufthanseat
Mitarbeiterzeitung der Lufthansa
07.03.2003
|